Grundsätzlich empfehlen wir Hautfachärzte jedem Menschen unabhängig vom Alter und der Anzahl seiner Muttermale (=Leberflecke) eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge. Die gesetzlichen Kassen bezahlen diese Untersuchung alle 2 Jahre; manche sogar ab dem 18.Lebensjahr. Die privaten Kassen übernehmen sogar die Kosten für eine sogenannte Videodokumentation mit einer speziellen Kameratechnik 1x pro Jahr, bei der bestimmte Muttermale in hochauflösender Vergrößerung aufgenommen und im Computer abgespeichert werden. Kommt der Patient nach 1 oder 2 Jahren erneut zur Hautkrebsvorsorge, werden das aktuelle und das „alte“ Bild nebeneinandergestellt. So kann der Hautarzt sehr genau entscheiden, ob es hier eine be­sorg­nis­er­re­gende Veränderung gegeben hat oder nicht. Diese Video-Auflichtdermatoskopie hat seit ihrer Einführung die Anzahl der notwendigen Operationen von Muttermalen deutlich reduziert.

In der Regel wird sich der Hautarzt darauf beschränken, die Muttermale mit einem Auflichtmikroskop genau zu inspizieren und ggf. auffällige Muttermale mit der Kamera aufzunehmen und abzuspeichern. Ist ein Muttermal aber so auffällig, dass die Gefahr einer Entartung (Umwandlung in schwarzen Hautkrebs) besteht, muss das Muttermal rechtzeitig entfernt werden. Dieses erfolgt im Rahmen einer kleinen, ambulanten Operation in lediglich örtlicher Betäubung. Hierfür stehen uns 2 hochmoderne Operationsräume zur Verfügung, in denen unsere erfahrenen Operateure unter hochsterilen Bedingungen arbeiten. Das auffällige Muttermal wird, nachdem die Haut betäubt wurde, mit einem Skalpell sauber aus der Haut herausgetrennt und die kleine Wunde wieder vernäht. Dabei achtet unser Operationensteam darauf, dass es möglichst zu keiner sichtbaren Narbenbildung kommt, indem es sich selbst auflösende Fäden benutzt, wo dieses möglich ist. Diese Operationstechnik hat darüber hinaus dem Vorteil, dass der Patient nach der Operation nicht noch einmal zum Fädenziehen in der Praxis erscheinen muss! Das entfernte Muttermal wird an ein histologisches Speziallabor geschickt und dort genauestens analysiert. Wir erhalten von dort einen schriftlichen Befund, der uns eine genaue Einschätzung ermöglicht, ob von diesem Muttermal eine Gefahr ausgehen könnte oder nicht!

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